TAVI in Kooperation
Die TAVI (Abkürzung für Transkatheter-Aortenklappenimplantation) ist ein minimalinvasives Verfahren zum Ersatz einer verengten oder defekten Aortenklapp. Im Gegensatz zur klassischen Herzoperation erfolgt dieser Eingriff über einen Katheter am schlagenden Herzen – der Brustkorb muss dafür nicht geöffnet und eine Herz-Lungen-Maschine nicht eingesetzt werden.
Wann wird eine TAVI durchgeführt?
Das Verfahren kommt hauptsächlich bei einer schweren Aortenklappenstenose (=Verengung der Klappe) zum Einsatz. Ursprünglich für ältere Menschen oder Patient:innen mit sehr hohem Operationsrisiko entwickelt, wird die Methode heute aufgrund ihrer schonenden Natur und schnellen Erholungszeit standardmäßig bei vielen Patientengruppen genutzt.
Der Ablauf des Eingriffs
Eine TAVI dauert meist ein bis zwei Stunden und wird in der Regel unter lokaler Betäubung und Sedierung (Dämmerschlaf) anstelle einer Vollnarkose durchgeführt.
- Zugangsweg:
- In über 90 % der Fälle wird ein kleiner Schnitt oder eine Punktion in der Leiste vorgenommen. Über die Oberschenkelarterie wird ein flexibler Katheter (Schlauch) in die Hauptschlagader (Aorta) bis zum Herzen vorgeschoben.
- Platzierung:
- Auf der Spitze des Katheters sitzt die neue, biologische Herzklappe (meist aus Rinder- oder Schweinegewebe) in fest zusammengepresster Form.
- Entfaltung:
- An der Position der erkrankten Klappe angekommen, wird die neue Prothese entfaltet – entweder durch das Aufblasen eines kleinen Ballons oder durch ein selbstexpandierendes Drahtgerüst (Stent).


