CardioCLINICInvasive Kardiologie und Device-Therapie – Cardiologisches Centrum Thurgau

Ergibt sich im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen der Hinweis auf eine Verengung der Herzkranzgefässe, kann eine Herzkatheteruntersuchung notwendig werden. Je nach Befund kann dabei ein medikamentenfreisetzender Stent implantiert werden. Bei Herzrhythmusstörungen oder schwerer Herzmuskelschwäche können Schrittmacher-, ICD- oder CRT-Systeme eingesetzt werden. TAVI-Eingriffe erfolgen in Kooperation mit einem Herzzentrum.

Ablauf im Zentrum

  1. 01IndikationPrüfung, ob ein invasives Verfahren notwendig und sinnvoll ist.
  2. 02AufklärungErläuterung von Ablauf, Nutzen und Risiken sowie Anpassung gerinnungshemmender Medikamente und von Diabetesmedikamenten, falls erforderlich.
  3. 03EingriffDurchführung im dafür eingerichteten Umfeld, bei Bedarf in Kooperation mit einem Herzzentrum.
  4. 04ÜberwachungKontrolle der Punktionsstelle, des Rhythmus und der Herz-Kreislauf-Parameter.
  5. 05NachsorgeRegelmässige Kontrollen im Zentrum und Abstimmung mit der Hausarztpraxis.

Cardio-Clinic umfasst die invasiven und interventionellen Leistungen des Cardiologischen Centrums Thurgau. Wenn nicht-invasive Verfahren keine ausreichende Klärung bringen oder eine Therapie am Herzen erforderlich wird, erfolgt der Eingriff in einem dafür eingerichteten Umfeld – mit durchgehender kardiologischer Betreuung durch Prof. Dr. med. Bernhard Brehm.

Indikationsstellung, Aufklärung, Vorbereitung und die gesamte Nachsorge liegen im Zentrum in Kreuzlingen. Eingriffe, die ein Herzzentrum voraussetzen – etwa der kathetergestützte Aortenklappenersatz (TAVI) –, werden in Kooperation organisiert und anschliessend wohnortnah weiterbetreut.

Leistungen der invasiven Kardiologie

  • Icon Invasive Herzkranzgefäss-Diagnostik und -Therapie

    Herzkatheter

    Invasive Abklärung der Herzkranzgefässe mittels Koronarangiographie und Implantation eines Stents, wenn notwendig.

    Zur Leistung
  • Implantation Herzschrittmacher

    Versorgung bei zu langsamem Herzschlag oder Leitungsblockierungen inklusive Nachsorge im Zentrum.

  • Implantation ICD

    Implantierbarer Defibrillator zum Schutz vor lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen.

  • Implantation CRT

    Kardiale Resynchronisationstherapie bei schwerer Herzschwäche.

  • Ereignis-Rekorder

    Kleiner Rhythmusmonitor unter der Haut zur Ursachensuche bei seltenen Synkopen und zur Detektion von Vorhofflimmern.

  • Icon TAVI in Kooperation

    TAVI in Kooperation

    Kathetergestützter Aortenklappenersatz – Indikation und Nachsorge im Zentrum, Eingriff in einem kooperierenden Herzzentrum.

TAVI in Kooperation

Die TAVI (Abkürzung für Transkatheter-Aortenklappenimplantation) ist ein minimalinvasives Verfahren zum Ersatz einer verengten oder defekten Aortenklapp. Im Gegensatz zur klassischen Herzoperation erfolgt dieser Eingriff über einen Katheter am schlagenden Herzen – der Brustkorb muss dafür nicht geöffnet und eine Herz-Lungen-Maschine nicht eingesetzt werden.

Wann wird eine TAVI durchgeführt?

Das Verfahren kommt hauptsächlich bei einer schweren Aortenklappenstenose (=Verengung der Klappe) zum Einsatz. Ursprünglich für ältere Menschen oder Patient:innen mit sehr hohem Operationsrisiko entwickelt, wird die Methode heute aufgrund ihrer schonenden Natur und schnellen Erholungszeit standardmäßig bei vielen Patientengruppen genutzt.

Der Ablauf des Eingriffs

Eine TAVI dauert meist ein bis zwei Stunden und wird in der Regel unter lokaler Betäubung und Sedierung (Dämmerschlaf) anstelle einer Vollnarkose durchgeführt.

Zugangsweg:
In über 90 % der Fälle wird ein kleiner Schnitt oder eine Punktion in der Leiste vorgenommen. Über die Oberschenkelarterie wird ein flexibler Katheter (Schlauch) in die Hauptschlagader (Aorta) bis zum Herzen vorgeschoben.
Platzierung:
Auf der Spitze des Katheters sitzt die neue, biologische Herzklappe (meist aus Rinder- oder Schweinegewebe) in fest zusammengepresster Form.
Entfaltung:
An der Position der erkrankten Klappe angekommen, wird die neue Prothese entfaltet – entweder durch das Aufblasen eines kleinen Ballons oder durch ein selbstexpandierendes Drahtgerüst (Stent).

Häufige Fragen

Muss ich für einen Herzkatheter stationär bleiben?
Viele diagnostische Katheteruntersuchungen erfolgen tagesstationär. Umfang, Überwachungsdauer und Nachbetreuung richten sich nach Befund, Begleiterkrankungen und der durchgeführten Therapie.
Wer betreut mein Schrittmacher- oder ICD-System nach der Implantation?
Die gesamte Nachsorge erfolgt wohnortnah im Cardiologischen Centrum Thurgau – herstellerübergreifend und in Abstimmung mit dem implantierenden Zentrum.

Hinweis zur Kostenübernahme: Invasive Eingriffe und Aggregat-Implantationen sind bei medizinischer Indikation Pflichtleistungen der Grundversicherung. Umfang und Zeitpunkt werden individuell festgelegt.

Weitere Programm-Linien

Terminvereinbarung

Termine im Cardiologischen Centrum Thurgau werden telefonisch oder per E-Mail vereinbart. Zuweisungen von Ärztinnen und Ärzten sind willkommen.

+41 (0) 71 660 16 10